Beiträge zu Relativitätstheorie und Elektrodynamik

von Wolfgang Engelhardt,
ehemaliger Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching

1) Der relativistische Dopplereffekt und das Relativitätsprinzip
    
Apeiron, Vol. 10, No. 4, October 2003, pp. 29 – 49                   

Die Frequenzverschiebungen, welche der ‘relativistische´ Dopplereffekt vorhersagt, werden im Photonenbild des Lichts hergeleitet. Es stellt sich heraus, dass die Resultate im Allgemeinen nicht ausschließlich von der Relativgeschwindigkeit zwischen Quelle und Beobachter abhängen. In dieser Hinsicht ist der relativistische Dopplereffekt nicht unterschieden vom klassischen Dopplereffekt, wo die Frequenzverschiebungen ebenfalls unterschiedlich sind, je nachdem ob sich die Schallquelle oder der Detektor bewegt. Die ‘relativistischen´ Formeln für die beiden Fälle sind durch Experimente bestätigt und in vielen Lehrbüchern beschrieben worden. Es wurde jedoch nicht erkannt, dass diese Formeln mit Einsteins verallgemeinertem Relativitätsprinzip im Widerstreit liegen.

Schlüsselwörter: Relativität, Dopplereffekt, stellare Aberration

 

2) Über die relativistische Transformation elektromagnetischer Felder
     Apeiron, Vol. 11, No. 2, April 2004, pp. 309 – 326             

Durch Untersuchung der Bewegung einer Punktladung in einem elektrostatischen und in einem magnetostatischen Feld wird gezeigt, dass die relativistische Transformation elektromagnetischer Felder zu widersprüchlichen Resultaten führt. Die Notwendigkeit, eine „Elektrodynamik für bewegte Materie” zu entwickeln, wird als eine dringliche Aufgabe hervorgehoben. 

Schlüsselwörter: Klassische Elektrodynamik, Lorentz-Transformation, Spezielle  Relativität
 


3)  Eichinvarianz in der klassischen Elektrodynamik
      Annales de la Fondation Louis de Broglie, Vol 30, no 2, 2005, pp.157 – 178,       

Das Konzept der Eichinvarianz in der klassischen Elektrodynamik nimmt stillschweigend an, dass Maxwells Gleichungen eindeutige Lösungen besitzen. Indem wir jedoch das Feld eines bewegten Teilchens sowohl in Lorenz als auch in Coulomb Eichung, und schließlich direkt aus den Feldgleichungen berechnen, erhalten wir mehrdeutige, widersprüchliche Lösungen. Wir schließen daraus, dass die stillschweigende Annahme der Eindeutigkeit nicht gerechtfertigt ist. Die Ursache für dieses Problem wird auf die inhomogenen Wellengleichungen zurückgeführt, welche die propagierenden Felder mit deren Quellen zur selben Zeit verknüpfen.

P.A.C.S.: 03.50.De; 11.15.-q; 41.20.-q; 41.60.-m

 

4) Instantane Wechselwirkung zwischen geladenen Teilchen
     
arXiv.org – Nov. 2005 – Cornell University Library     

Von diesem Artikel wurde anonym eine russische Übersetzung angefertigt, die unter folgender Adresse zu finden ist: http://www.chronos.msu.ru/RREPORTS/engelhardt_mgnovennoye.pdf

Die Wechselwirkung zwischen geladenen Teilchen vermittels quasistationärer Felder muss instantan erfolgen; wenn nicht, ergäbe sich eine Verletzung des Energiesatzes. Als Konsequenz hieraus folgt, dass sowohl Energie als auch Information über makroskopische Distanzen hinweg instantan übertragen werden können, wenn man sich der quasistationären Felder bedient, deren Existenz durch Maxwells Gleichungen vorhergesagt wird.

Schlüsselwörter: Klassische Elektrodynamik, Quasistationäre elektromagnetische Felder,  Übertragung von Information

 

5) Zur Lösung des Maxwellschen Systems von Gleichungen erster Ordnung
     arXiv.org – Apr. 2006 – Cornell University Library

Bei einem Versuch, Maxwells System von Gleichungen erster Ordnung unter Vorgabe eines Anfangszustandes zu lösen, wird gefunden, dass sich keine konsistente Lösung errechnen lässt, die von der zeitlichen Entwicklung der Quellen abhängt. Die wohlbekannten retardierten Lösungen der Gleichungen zweiter Ordnung, die auf der Einführung von Potentialen beruhen, stellen sich als widersprüchlich zu einer direkten Lösung des Systems erster Ordnung heraus.

P.A.C.S.: 03.50.De

  

6) Eine Bemerkung zur Konstanz der Lichtgeschwindigkeit
     Blog Ekkehard Friebe

In diesem nebenbei entstandenen Aufsatz aus dem Jahr 2001, der nie bis zur Veröffentlichungsreife ausgearbeitet wurde, habe ich versucht, eine Antwort auf die Frage zu finden, weshalb Pound und Rebka in ihrem berühmten Mössbauer – Experiment nur den einfachen Effekt gefunden haben, während die ART den doppelten vorhersagt (Uhren gehen „oben” schneller und Photonen gewinnen Energie beim „Fallen”). Die Antwort scheint darin zu liegen, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant, sondern eine Funktion des Gravitationspotentials ist. Ursprünglich hatte Einstein dies auch angenommen.

 

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